Ingelheim am Rhein ist Kreisstadt des Landkreises Mainz-Bingen (200.000 Einwohner). Die Gemarkungsfläche umfaßt 4.987 ha. Von Norden nach Süden beträgt die Ausdehnung des Stadtgebietes 7,9 km, von Osten nach Westen 5,0 km. Ingelheim hat 26.300 Einwohner.
Nachdem im April 1939 durch den Zusammenschluß der bis dahin selbständigen Gemeinden Nieder-Ingelheim, Ober-Ingelheim und Frei-Weinheim die Stadt Ingelheim am Rhein entstanden war, entwickelte sich ab 1976 die Idee, im Mittelpunkt der Stadt ein Stadtzentrum mit Geschäften und Rathaus in Angriff zu nehmen. Seit 1982 ist das neue Rathaus in Nutzung.
Im Stadtzentrum zwischen Rathaus und Bahnhof wurde 1994/95 das kreisrunde Kreisverwaltungsgebäude errichtet und damit der Sitz der Kreisverwaltung von Mainz nach Ingelheim verlegt. Seit 1996 ist Ingelheim Kreisstadt des Landkreises Mainz-Bingen.



In den Gemarkungen Nieder-Ingelheim und Frei-Weinheim befinden sich Kalkflugsande bzw. Kalkflugsanddünen. Im wesentlichen sind sie nördlich der Autobahn entlang der Konrad-Adenauer-Straße gelegen, aber auch südlich der Autobahn, sogar innerhalb des Werksgeländes der Firma Boehringer Ingelheim. Ebenso befindet sich ein kleines Vorkommen im Bereich der Griesmühle.
Diese Erdformationen stehen unter Naturschutz nach dem rheinland-pfälzischen Landespflegegesetz. Ihre Beschädigung, Beseitigung etc. gilt als sog. unausgleichbarer Eingriff in Natur und Landschaft. Städtebauliche Nutzungen in Bereichen von Kalkflugsanden sind daher regelmäßig ausgeschlossen bzw. werden nur in ganz besonderen Ausnahmefällen genehmigt. Zwei solcher Ausnahmefälle waren der Bau der Konrad-Adenauer-Straße (von der Autobahnbrücke bis zur Rheinstraße) und der Bau der Kindertagesstätte an der Sporkenheimer Straße.
Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Ingelheim beträgt 9,8 °C. Die wärmsten Monate sind Juli und August mit durchschnittlich 18,0 beziehungsweise 18,5 °C und der kälteste Januar mit 1,0 °C im Mittel. Die meisten Niederschläge fallen im Juni und im August mit durchschnittlich 64 Millimeter, der geringste im März mit durchschnittlich 31 Millimeter. Wie ganz Rheinhessen liegt auch Ingelheim wettergeschützt durch Hunsrück, Taunus, Odenwald und Donnersberg. Deshalb liegen die durchschnittlichen Jahresniederschläge auch nur bei 560 Millimetern.
Die Nord-Süd Ausdehnung des Stadtgebietes beträgt 7,9 Kilometer, die Ost-West Ausdehnung 5,0 Kilometer.
Ingelheim gliedert sich in sechs Stadtteile: Ingelheim-Mitte, Ingelheim-Nord, Ingelheim-Süd, Sporkenheim, Groß-Winternheim sowie Ingelheim-West. Die ersten drei Stadtteile trugen bis zur Stadtwerdung im Jahr 1939 die Namen Nieder-Ingelheim, Frei-Weinheim und Ober-Ingelheim, die heute wieder verwendet werden.
Ingelheim am Rhein liegt im Norden von Rheinhessen, am so genannten Rheinknie, westlich der Landeshauptstadt Mainz. Der Rhein bildet die nördliche Grenze des Stadtgebiets. Südlich erstreckt sich die Stadt in das Tal der Selz hinein, die im Stadtteil Ingelheim-Nord in den Rhein mündet.
Die Stadtteile Ingelheim-Mitte und Ingelheim-Süd schmiegen sich an die nordwestliche Ecke des so genannten Mainzer Berges.
Uffhubtor, altes Stadttor von Ober-Ingelheim
Niedrigster Punkt des Stadtgebietes ist der Rheinhafen mit 80,8 m ü. NN. Die beiden höchsten Punkte sind der Mainzer Berg mit 247,8 m ü. NN sowie der Westerberg mit 247,5 m ü. NN.